Der Churerdialekt ist in der Forschung leider noch nicht mit vielen Publikationen bedacht worden. Die folgenden Links verweisen deshalb mehrheitlich auf eigene Arbeiten. 😃 Die Publikationen sind nach Publikationsjahr geordnet.
Robert von Planta (1931): Über die Sprachgeschichte von Chur.
Eine ältere Sprachgeschichte, die vor allem das Churerromanisch und den Übergang zum Alemannischen thematisiert.
Rudolf Hotzenköcherle (1943): Bündnerische Verbalformengeographie. Ein Beitrag zur Kenntnis der Struktur der deutschbündnerischen Sprachlandschaft. In: „Sache, Ort und Wort“, Festschrift Jakob Jud (Romanica Helvetica. 20), 486–543.
Ein Aufsatz, in dem die Churer Verbformen im Vergleich mit den anderen Verbformen in Graubünden dargestellt werden.
Paul Zinsli (1970): Churerdeutsch und Churerart. In: Chur. Sammlung „Städte und Landschaften der Schweiz“. Genf: Editions Générales / Benjamin Laederer, 171–184.
Ein in lockerem Ton verfasster Artikel zum Churerdialekt, der erstmals einige Aspekte der Churer Mundart herausarbeitet.
Christian Erni (1975): Zur Sprachgeschichte von Chur. Vermutungen, Nachweise, Exkurse.
Walter Schmid (1980. 2. Aufl.): Curia, Haubdstatt der Rhetier und Grisonen.
In: Schweizer Dialekte. 2. Auflage. Zwanzig deutschschweizerische Mundarten, portraitiert von Kennern und Liebhabern. Mit einem Nachwort von Dr. Rudlof Trieb. Eingeleitet und herausgegeben von Robert B. Christ.
Springer Basel AG
Oscar Eckhardt (1983): Sprachwandel in Chur(Seminararbeit)
Ein erster Versuch, die Daten des SDS mit der 1983 aktuellen Mundart verschiedener Generationen zu kontrastieren.
Oscar Eckhardt (1991): Die Mundart der Stadt Chur
Eine sturkuralistisch-phonologische Arbeit vor allem zum Vokalsystem der Churer Mundart aus dem Jahre 1991.
Regula Cathomas / Matthias Grünert / Mathias Picenoni (2005): Chur – Hauptstadt des dreisprachigen Kantons Graubünden.
Darstellung der Dreisprachigkeit Churs aufgrund der Daten der Volkszählung aus dem Jahr 2000.
Oscar Eckhardt (2009): Tschent – Churerdeutsch
Eine populärwissenschaftliche Darstellung der Churer Mundart mit einem kleinen Wörterbuch.
Paul Strub (2011): Khurer-Tütsch vu A bis Zätt
Eine private Sammlung von churerdeutschen Wörtern, 2011 der Bündner Kantonsbibliothek übergeben.
Oscar Eckhardt (2016): Alemannisch im Churer Rheintal. Von der lokalen Variante zum Regionaldialekt.
Die Studie geht der Frage nach, wie sich die Dialekte im Churer Rheintal im Lauf der Zeit verändert haben und welche Rolle die Churer Stadtmundart dabei spielt.