
Dissertation
Es ist das Ziel dieser Arbeit aus dem Jahr 1991, zwölf typische Vertreter der Churer Ortsmundart vorzustellen. «Typisch» heisst in diesem Zusammenhang, dass die ausgewählten Gewährspersonen eine relativ unbeeinflusste Mundart sprechen, in ihrer Sprechergeneration eine relativ homogene Gruppe bilden und somit eine Art Churer Standard-Mundart vertreten. […] Diese Zielsetzung bedeutet aber nicht, dass die Sprecherinnen und Sprecher alle genau dieselbe Mundart sprächen. Wir wollen hier vielmehr eine Art Bestandesaufnahme machen: wie spricht die Bevölkerung von Chur, die in Chur aufgewachsen ist und mindestens einen Elternteil von Chur hat? Altersspezifische Differenzen müssen erwartet werden, ebenso idiolektale Ausprägungen. Das nun vorliegende Material hat aber nur eine deskriptive Funktion und erhebt keinesfalls den Anspruch, auch normativ zu wirken.
Beschrieben wird in dieser strukturalistischen Arbeit in erster Linie das System der betonten Vokale und die Verbalmorphologie einiger ausgewählter Verben. Einen dritten Schwerpunkt bilden die Gespräche mit den Gewährspersonen, die in Auszügen phonetisch genau transkribiert wurden.
Wo sich gute Vergleichsmöglichkeiten ergaben, wurden auch ältere Erhebungen mit Aussagen über die Churer Mundart beigezogen. Eine diaphasische Betrachtung mit Rückschlüssen auf die Diachronie ergibt sich dann aus dem Vergleich und der Wertung der Daten der einzelnen Gewährspersonen.
Dissertation mit Tonkassette.
Verlag des Phonogrammarchivs der Uni Zürich
Das Werk kann gratis unter dem folgenden Link heruntergeladen werden:
https://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/34403
Tonbeispiele:
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Bibliografische Angaben:
Oscar Eckhardt
Die Mundart der Stadt Chur.
(Schweizer Dialekte in Text und Ton. Begleittexte zu den Sprechplatten und Kassetten des Phonogrammarchivs der Universität Zürich.
IV Romanisch und Deutsch am Hinterrhein /GR. Band 9. Kassette ZLRG 9))
Verlag des Phonogrammarchivs der Universität Zürich.